Odessa editWir, die SDAJ Köln, haben am 25.04.15 die Dokumentation „Lauffeuer“ von Ulrich Heyden und dem leftvision Team gezeigt. Eine Woche vor dem ersten Jahrestag des Brandangriffs auf das Gewerkschaftshaus in Odessa wollten wir über das Thema informieren und diskutieren.

Mit knapp 20 Leute schauten wir uns den Film im LC 36 an und nutzen diesen im Anschluss als Anstoß für eine Diskussion über den Ukrainekrieg.

 

Was zeigt der Film? 

Dieser zeigte neben Amateurvideos auch viele Interviews, in welchen die Opfer des Anschlags den 02. Mai aus ihrer Perspektive schilderten. In einem Bogen schlug der Film von der Ausgangslage des nationalistisch-faschistischen Putschs in Kiew, über den Tathergang, hin zu der Art und Weise wie sowohl von offizieller als auch von internationaler Seite auf die Ereignisse reagiert wurde. Darüber hinaus beleuchtet der Film ein wenig die regionalen und nationalen Personen, die in den Anschlag verstrickt sind.

 

Was löste der Film aus?

Viele der anwesenden Menschen hatten nach dem Film ein durchaus mulmiges Gefühl, obwohl die Dokumentation im Großen und Ganzen die durchaus krassen Gewaltszenen des Anschlages, welche im Internet kursieren, nicht zeigt. Die Aufnahmen des brennenden Gebäudes und des bewaffneten Mobs, welcher ohne Rücksicht auf Verluste durch Odessas Straßen zog, reichte vollkommen aus, um die Todesangst der betroffenen AktivistInnen nach zu empfinden.

 

Worüber wurde diskutiert?

Diskutiert wurde über die Rolle deutscher Kapitalinteressen im Ukrainekrieg und der deutschen Regierung. Besonders eingegangen wurde auf die Rolle Klitschkos und seiner, von der CDU nahen Konrad-Adenauer-Stiftung aufgebauten, Partei UDAR. Weiter wurde die Frage nach der Positionierung im Konflikt diskutiert, die Motive der Aufständigen und über die einseitigen Berichterstattung deutscher Leitmedien.

Wir möchten uns bei allen anwesenden Menschen bedanken und freuen uns auf weitere tolle Aktionen in der nächsten Zeit.